Sensorisches Marketing am POS kann Umsatz deutlich steigern

VonPOS-WATCH

Sensorisches Marketing am POS kann Umsatz deutlich steigern

28.11.2019 – Irgendwie logisch und nun auch wissenschaftlich bewiesen: Wenn es gut riecht, bleiben Kunden länger im Laden. Sensorisches Marketing kann zu einem Umsatzplus von zehn Prozent führen. Shopper verweilen im Schnitt sechs Minuten länger im Laden, wenn über Digital Signage, Klang und Duft eine angenehme Einkaufsatmosphäre geschaffen wird, so eine aktuelle Studie.

von Christina Rose

Sensorisches Marketing hat enormen emotionalen Einfluss auf die Stimmung der Kunden am POS. Das ist das Ergebnis der Studie ‚Die Quantifizierung der Auswirkungen Sensorischen Marketings“ von Mood Media , Anbieter für Kreation von Customer Experience Lösungen am Point of Sale. Für die Studie arbeitete Mood Media mit dem internationalen Sportfachhändler Intersport zusammen.

Weitere Ergebnisse:
Kunden kaufen mehr Produkte (Steigerung von vier Prozent) – und höherpreisige Produkte (im Schnitt steigt der Warenwert um sechs Prozent), wenn Sensorisches Marketing eingesetzt wird.

Die Verwendung von Düften ist sehr wirkungsvoll, zum Beispiel, wenn sie bestimmte Bereiche im Laden betont. So stieg in der Fußball-Abteilung von Intersport das emotionale Level der Besucher um 28 Prozent, als dort ein spezielles Duftkonzept eingesetzt wurde.

Der Einsatz von Duft führte in der Fußball-Abteilung des Test-Stores zudem zu einem Umsatzanstieg von 26 Prozent (im Vergleich zu den Umsätzen in den entsprechenden Abteilungen der anderen Filialen).

Eye-Tracking-Untersuchungen (ET) zeigen, dass die Beachtung digitaler Instore-Screens um fünf Prozent zunimmt, wenn dort Videos und Bewegtbild statt statischer Bilder ausgespielt werden.

GSR Messwerte (Galvanic Skin Response) belegen, dass Kunden unruhig werden, wenn sensorische Elemente im Shop fehlen. 17 Prozent der Shopper fühlen sich in einer ungewöhnlich ruhigen und stimulusfreien Einkaufsumgebung deutlich unwohler.

Verbraucher mögen es, sich selbst zu betrachten. Diesen Effekt beschreiben die Studienautoren als „Science of Narcissism“. GSR- und ET-Messungen ergeben, dass das Nervensystem der Käufer signifikant stimuliert wird, wenn sie sich im Spiegel betrachten und dort mit den Produkten interagieren können.

Die emotionalen Reaktionen der Kunden steigen um 50 Prozent, wenn sie Produkte berühren und sich damit beschäftigen können. Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig der stationäre Handel für das Shopping-Erlebnis ist.

Studien-Methodik: Um zu verstehen, wie die Kunden von Intersport auf sensorische Elemente reagieren, wurde in einem Geschäft in Amsterdam mit zwei Phasen experimentiert. In der „All Senses“-Phase wurden sämtliche sensorischen Elemente aktiviert, also Musik, der Duft von frischem Rasen und animierte digitale Screens. In der zweiten Phase fehlten alle diese Elemente. Die Ergebnisse wurden anschließend mit drei Control Stores verglichen, bei denen während des Studienzeitraums nichts verändert wurde. Um den Impact von Sensorischem Marketing zu messen und Insights zum Konsumentenverhalten zu erhalten, führte Walnut Unlimited Messungen in den Bereichen Galvanic Skin Responses (GSR) und Visual Eye Tracking (ET) durch.

Veröffentlicht durch: https://www.onetoone.de/artikel/db/417267cr.html

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